Seit jeher gilt das Pferd als das wertvollste aller Haustiere und die Gesundheit der Hufe ist die Grundlage seines Wohlbefindens.




Der Hufschmied

Ein fühlendes Herz für die Geschöpfe, die seiner kunstgeübten Hand gegen die Fairnisse ihres Lebens anvertraut werden.
(Zitat aus "Der Hufschmied" von Eddy Becker)




Beste Ansicht mit
Firefox 2.x & IE 8

Sankt Eligius - Schutzpatron der Hufschmiede und Tierärzte


Meine Philosophie

  1. Wiederherstellung, Erhaltung und Pflege der natürlichen Belastungsverhältnisse des Hufes, und damit über den gesunden Huf stärkenden Einfluß auf Knochen, Sehnen, Bänder, Gelenke sowie den Durchblutungsprozeß des Pferdes zu nehmen, was sich auf die allgemeine Gesundheit positiv auswirkt.


  2. Natürlich ist besser als künstlich. Barhuf ist besser als mit Hufschutz, und flexibler Hufschutz ist besser als starrer Hufschutz. Naturidentische Materialien sind nach Möglichkeit dem Kunstprodukt vorzuziehen. Die Entscheidung über den besten Hufschutz stellt hohe Anforderungen an Besitzer, Tierarzt und Hufschmied.

  3. Der Beschlag des Pferdes mit Hufeisen kann nur an letzter Stelle des Versuches stehen, dem Pferd über ein Problem des Hufes oder des Bewegungsapperates hinweg zu helfen. Es darf aber auch nicht vergessen werden, daß der Beschlag des Hufes mit einem Hufeisen zuweilen unvermeidlich ist. Es ist nutzlos und sogar gefährlich für Mensch und Tier, die Grenzen des eigenen Wissens nicht überwinden zu wollen. Dies gilt für Schmiede ebenso wie für alle anderen mit der Fürsorge betrauten Personen.

Daraus ergeben sich einige Punkte zum Nachdenken:

  • Da das Pferd ein Lebewesen mit Gefühlen und Empfindungen ist, muß es von den Menschen mit denen es lebt auch als solches behandelt werden. Unserer Verantwortung obliegt es, weder das Pferd zu vermenschlichen, noch es als bloße Sache anzusehen, mit der nach Belieben verfahren werden darf. Beides entsteht aus falschem Verständnis oder schlechtem Gewissen.

  • Die Bedürfnisse des Pferdes entspringen seiner Natur und seinem Leben mit dem Menschen. Beides stellt ganz eigene Anforderungen an uns, weil wir es sind, die das Lebens des Pferdes organisieren und an unseren Wünschen ausrichten.

  • Für die professionelle Pflege und Erhaltung der Hufe stellt sich daher die Aufgabe, die Ansprüche des Pferdes mit denen des Menschen in Einklang zu bringen, wobei die Bedürfnisse des Pferdes als schutzbefohlenes Lebewesen an erster Stelle stehen müssen.

  • Unter Hufbeschlag versteht man alle Verrichtungen am Huf, auch und gerade die Pflege und Erhaltung von Barhufen. Daß Hufschmiede über keine diesbezügliche Theorie verfügen ist ein schlechter Witz oder üble Nachrede. Tatsache ist, daß die Ausbildung zum staatlich geprüften Hufbeschlagschmied, welche mit einer Prüfung an einer staatlichen Lehrschmiede abschließt, die längste und intensivste Ausbildung in diesem Metier ist, die es derzeit gibt. Tatsache ist auch, daß staatliche Lehrschmieden mit der direkten Anbindung an die Forschungseinrichtungen der Universitäten, über den Zugang zu aktuellstem Wissen zum Thema verfügen. Das mag nicht alle erfreuen, bleibt aber eine wesentliche Garantie dafür, daß der Schmied seine Arbeit auf hohem Niveau zum Schutz des Pferdes verrichten kann. Tatsache bleibt deshalb weiterhin, daß die Barhufpflege die Grundlage der Arbeit des Hufschmiedes ist und nicht etwa nur ein "ungeliebter Verwandter", der dazu animiert, Pferd und Besitzer sofort mit einem Eisenbeschlag zu bedrohen.

  • Tradiertes Wissen ist nicht frei von Irrtümern und Fehlern, aber es entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte weiter, erkannte die Irrtümer und berichtigte sie in der Folge. Jede Zeit trägt durch ihre besondere Prägung dazu bei, daß Theorie und Praxis im Hufbeschlag in verschiedene Richtungen tendieren. Zu vergessen, daß sich die Welt seit Anbeginn der Zeit in dieser Weise bewegt und zu behaupten, daß es Bewegung nur in eine Richtung gäbe, ist kindisch und nutzlos.

  • Wenn, wie es allenthalben immer wieder gern behauptet wird, der Hufbeschlag in der Vergangenheit gegen das Pferd gerichtet war, dürfte nach dieser "Logik" kaum ein Pferd ohne größere Haltungsschäden davongekommen sein. Tatsache ist jedoch, daß sich haltungsbedingte Krankheiten der Pferde nur veränderten aber keineswegs verbessert haben. Manche Krankheiten kannte man damals noch nicht, andere hingegen konnten heute erst erfolgreich bekämpft werden. Auch durch den sich entwickelnden Hufbeschlag.

  • Und dennoch geht es dem Pferd als Gefährte des Menschen nicht ganz schlecht. In der Natur wird ein Pferd mit einer Bewegungsstörung nicht überleben können, in der Obhut des Menschen wird dieses Pferd mit einem Hufschutz versehen und kann dadurch in der Folge die Krankheit kurieren. Man sollte in der Beurteilung fair und unvoreingenommen sein. Es zeigt sich gerade bei dem als fortschrittlich benannten Hufschutz unser gespaltenes Verhältnis zu uns selbst, jedoch nicht die einzig richtige oder ganz und gar falsche Haltung.
  www.hufschmied-ludwig.de Dirk Ludwig • Hauptstraße 26 • 16356 Werneuchen OT Schnfeld  
 
eXTReMe Tracker